Banner

IMG 0465

Sprudelnde Momentaufnahme. Foto: PCN

 

Die Siegermannschaft des neugeschaffenen und heuer erstmals ausgetragenen Regio-Cups für Vereinsmannschaften in unserer bairischen Region 10, darf sich auf einen ganz besonderen Siegerpreis freuen. Eine gewichtige zirka 5 Kilogramm schwere massive Klarglaskugel in der aufsteigende Luftblasen wie in sprudelndem Wasser eingefangen sind.

Das Spannende und Besondere, die Kugel ist kein schnöder Guss, sondern wurde an der „Pfeife“ geformt. Die Schwierigkeit dabei, das schwere Glas zu halten, eine perfekte Kugel zu formen und gleichzeitig die Lufteinschlüsse hineinzuzaubern. Eine technische und gestalterische Herausforderung und ein kräftezehrender Gewaltakt.

Entstanden ist das Objekt an der SUPPS, der Střední uměleckoprůmyslová škola sklářská im tschechischen Železný Brod. Hinter dem für uns zungenbrecherischen Namen versteckt sich eine internationale Glasfachschule an der die hohe Kunst der Glasver- und bearbeitung gelehrt wird.

Unsere Preiskugel ist eine Abschlussarbeit und eigentlich unverkäuflich. Durch die besonderen Beziehungen unseres Vereinsmitglieds, der Glaskünstlerin Dagmar Rippl aus Augsburg, zur böhmischen Glasbläserszene, konnten wir, der PC Neuburg, das kunst- und wertvolle Glasunikat erwerben.

Ein konischer Sockel aus gebürstetem Aluminium wird der Kugel mit der eingefangenen Bewegung stabilen Stand und die gebührende Präsenz verleihen.

Regio-Cup Finale • BF Lenting gegen PC Ingolstadt, Sonntag, 27. September 2020, 10:30 h, Neuburg, Karlsplatz


 

Martin Peter, Anfang Mai zusammen mit Philipp Zuschlag unter ziemlich dubiosen Umständen aus dem DPV-Traineramt entlassen, wendet sich mit einem Aufsatz „Strukturelle Probleme im Deutschen Petanqueverband“ an die Verantwortlichen der Landesverbände im DPV und an die  Betreiber von ptank.de und petanque-aktuell.de.

Auf sechs Seiten, bislang lediglich auf ptank.de veröffentlicht, beklagt Peter u.a. die mangelhaften demokratischen Prinzipien innerhalb des DPV, die es den einschlägigen Führungskräften gestatten, sich einer offenen Diskussion um Sachfragen zu verweigern. Martin Peter: „Diejenigen, die an der Macht sind, glauben nicht nur dass sie im Recht sind, sie können das auch so bestimmen. Insofern haben wir es im DPV mit undemokratischen Strukturen zu tun. Solange im DPV das Recht des Stärkeren existiert, wirft das den Verband um Jahrzehnte zurück. Und uns, im Umgang miteinander, wirft es zurück bis in die Steinzeit“.

In der Folge der Affäre hatten weitere Trainer und Mitglieder des DPV-Herrenkaders aus Solidarität mit den Gefeuerten ihren Abschied aus dem Kader erklärt und damit klar Stellung gegen die Vorgehensweise des DPV-Vorstandes bezogen. Seitdem existiert nur noch ein fünfköpfige Männer-Rumpftruppe mit dem ehemaligen BPV-Präsidenten (als Nachfolger von M. Dörhöfer) S. Lechner als verantwortlichem Übungsleiter.

Der ganze Vorgang erzeugte innerhalb der organisierten Petanqueszene nur bescheidene Resonanz. Der Verband selbst verschleierte, verfälschte und ging auf Sachfragen nicht ein. Zwei Interviews mit dem Präsidenten des DPV einerseits und den Trainern Peter und Zuschlag auf der anderen Seite auf petanque-aktuell.de, konnten, auch wegen einer wenig zielgerichteten Gesprächsführung, die Vorgänge nicht erhellen. Die Zahl der interessierten Zuschauerinnen bewegt(e) sich dabei im niedrigen Hunderterbereich. (Im DPV sind immerhin ca. 22.000 Boulespielerinnen organisiert)

Überregionale Medien, eine breite Öffentlichkeit sowie auch bedauerlicherweise die überwiegende Gesamtheit der registrierten Bouler selbst, interessieren sich nicht für Interna oder die Rahmenbedingungen im Boulesport und nahmen/nehmen davon wenig bis überhaupt keine Notiz. Für kritische Stimmen ein schwerwiegendes Problem, wenn objektive Plattformen und ein interessiertes Publikum Mangelware sind. Martin Peters bleibt der Rufer in der Wüste, sein „Notruf“ wird und wurde bislang öffentlich nicht diskutiert.

Die ganze Ungeheuerlichkeit seiner Schilderungen ist innerhalb der überwiegend unpolitischen und desinteressierten organisierten Petanquegemeinde einfach verpufft. Die Landesverbände scheinen zudem der denkbar schlechteste Adressat der Peterschen Ausarbeitung, sind sie doch mitverantwortlich für die Misere. Peters Papier wird höchstwahrscheinlich unterdrückt werden und nicht den Weg in die Vereine und von dort zu den einzelnen Mitgliedern finden. Von einer Aufarbeitung in unabhängigen Medien brauchen wir gar nicht erst zu sprechen. Ein Jammer. Eine Affäre, die beispielsweise im Fußball ein Erdbeben verursacht hätte, verläuft in unserem Boulemikrokosmos komplett im Sande.

Boulesport ist Bestandteil unseres gesamten demokratischen Gemeinwesens, wird von der Allgemeinheit alimentiert und sollte deshalb auch von einer aufmerksamen Allgemeinheit kontrolliert und beobachtet werden können. Zur Eigenkontrolle ist der Verband offensichtlich nicht fähig und auch nicht willens. Solange informelle Runden bestimmen, wo es langgeht und missliebige, kritische Stimmen unterdrückt und diffamiert werden können, wird sich nichts ändern. Das Boulefußvolk selbst ist froh, nicht behelligt zu werden, drohen doch nur Arbeit und Unannehmlichkeiten. Wir schauen lieber weg, nicken ab und sehnen die nächste Boulepartie herbei.

Dabei sind, wie der Verfasser immer wieder erfahren durfte, Missstände häufig bekannt und werden auch im trauten Zweiergespräch hinter vorgehaltener Hand diskutiert und angesprochen, aber an die Öffentlichkeit traut sich niemand. Aus Angst vor Repression, Diffamierung, Benachteiligung oder um nicht als Nestbeschmutzer dazustehen?  

Angst, Desinteresse und Duckmäusertum geben damit ,zum Schaden des Sports, jenen Charakteren freie Bahn, die in einem demokratisch kontrollierten, sachorientierten Umfeld aus vielerlei Gründen wenig Überlebenschancen hätten, sich aber im Verbands- und Vereinswesen, gern mit dem stereotypen Totschlagargument "wir machen das alles doch ehrenamtlich" gut behaupten können. Ehrenamt als Ausrede für Missstände und fehlende Qualität.

Peters Vorwürfe beispielsweise an den DPV-Vize Kommunikation sind, wie der Verfasser bestätigen kann, durchaus berechtigt. Roderig hat auch beim PCN nicht nur einmal seine unappetitliche Visitenkarte hinterlassen. Dass dem "Kommunikationsfachmann" die Kinderstube abgeht, ist jedoch nicht der eigentliche Skandal, sondern dass er sich trotzdem über die Jahre im DPV halten kann und konnte. Ein miserables Zeugnis für die gesamte Organisation und die Personen die sie tragen. Saludos Amigos denkt sich der Boulefreund.

Roderig ist kein Einzelfall, das beweist DPV-Präsident Dörhöfer auch selbst, wenn er Kritik und Gegenrede mit unlauteren Mitteln zu unterdrücken versucht, dabei auch gern strafrechtliche Konsequenzen androht und Dritte diffamiert. Der Verfasser durfte all das selbst erleben. Gern tritt der DPV-Chef auch gemeinsam mit Gattin auf, um Kritiker zur Rede zu stellen und mundtot zu machen. Klugerweise aber stets ohne schriftliche Spuren zu hinterlassen, ganz im Gegensatz zu seinem sudelnden Kommunikationsspezl.

Der PCN stellt Martin Peters Aufsatz mit dessen freundlicher Erlaubnis gern zum Download ein, nicht nur aus Informationsgründen, sondern weil wir es gut und notwendig finden, dass es jemand wagt Missstände, auch mit Namen, offen anzusprechen. Für Nachfragen erlaubt M. Peter die Weitergabe seiner Emailadresse

Die von Martin Peter geschilderte Demokratieferne im DPV scheint beileibe nicht sportartspezifisch, sondern ein Problem bis hinauf in olympische Höhen zu sein. Lesenswert in diesem Zusammenhang ein Kommentar von Andreas Kornes im Sportteil der Augsburger Allgemeinen vom 21. Juli 2020.

Verfasser Roland Netter


 

Aktualisierung 30. Mai 2020: Hier ist es nun amtlich, in der Fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 29. Mai 2020. Selbstverständlich bleiben die örtlichen Ordnungsämter die genehmigenden Instanzen.

Siehe auch gemeinsames Rahmenhygienekonzept Sport der Bay. Ministerien des Innern und für Gesundheit


 

Ganz kleine Bouleturniere bald wieder möglich? Wenn es nach der Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung vom 26. Mai 2020 geht, schon.

Ab dem 8. Juni 2020 erfolgen weitere Erleichterungen im Bereich des Sports, soweit erforderliche Abstandsregelungen und Schutz-/Hygienekonzepte eingehalten werden:

  • Der Betrieb von Freibädern und von Außenanlagen von Badeanstalten (inkl. Außenbereich von Schwimmbädern, Kureinrichtungen, Hotels usw.) kann wiederaufgenommen werden.
  • Die Einschränkung des Trainingsbetriebs auf den Begriff „Individualsportarten“ in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (§ 9 Abs. 1 Satz 2 der 4. BayIfSMV vom 5. Mai 2020) entfällt ersatzlos.
  • Das Training von Rehabilitationssportgruppen und der Trainingsbetrieb für National- bis einschließlich Landeskaderathleten sogenannter nichtolympischer Sportarten wird in Sportstätten wieder erlaubt.
  • Der Outdoor-Trainingsbetrieb ist in Gruppen von bis zu 20 Personen zulässig.
  • Indoorsportstätten können den Betrieb wiederaufnehmen.
  • Der Wettkampfbetrieb für kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien ist wieder zulässig.
  • Tanzschulen für kontaktlosen Tanz und Paartanz mit einem festen Tanzpartner  können wieder öffnen.
  • Fitnessstudios können wieder öffnen.

https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php/Häufige Fragen/Welche Neuerungen soll es ab dem 8. Juni 2020 geben?

Achtung: Beim obigen Text handelt es sich vorerst um Ankündigungen, Die entsprechenden Ausführungsbestimmungen und Vorschriften bspw. in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung müssen erst noch aktualisiert und spezifiziert werden. Hier der komplette Bericht aus der Sitzung des Bayerischen Kabinetts.


 

Die Bestimmungen der Vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 5. Mai wurden aktualisiert und sind nunmehr beginnend mit dem 16. Mai bis zum 29. Mai 2020 gültig.

Die in Teil 4, §§ 9 ff u.a. erteilte Erlaubnis zum Sporttreiben unter freiem Himmel in 5er-Gruppen bleibt damit bestehen, solange die örtlichen Bürgermeisterämter, Kreisbehörden und Ordnungsämter nichts dagegen haben. Ein Anruf bei der zuständigen Behörde vor Ort schafft Klarheit.

Die Einhaltung der behördlichen Kontakt-, Hygiene- und Abstandsregeln bleibt Pflicht. Unsere speziellen Bouleregeln siehe hier.

Ein Blick in den Gesetzestext.


 

IMG 0399

Bis hier und nicht weiter, 2 Meter, derzeit das Maß der Dinge. Foto PCN

 

Nachtrag 12.05.2020 • Der Petanque Club Neuburg darf nach zweimonatiger Pause mit Genehmigung der städtischen Behörden den Karlsplatz vorerst für Übungsspiele wieder nutzen. Gestattet ist Spiel und Training in Gruppen zu maximal 5 Personen.

4 bis 6 Gruppen, je nach Größe sind gleichzeitig auf dem 2000 qm großen Karlsplatz erlaubt, wenn sie klar erkennbar weiträumig Abstand halten. Einmal für den Tag gebildete Gruppen spielen sich für den Tag oder die zeitliche Zusammenkunft fest. Gegenstände wie Wurfkreis und Schweindl sind persönliche Gegenstände und dürfen von anderen Personen nicht berührt werden. (Siehe Spalte PCN). Die in Bayern gültigen Abstands- und Hygieneregeln müssen beachtet und befolgt werden. Siehe hier. Die aktuellen Verordnungen gelten vorerst bis 18. Mai 2020. Besonders freut uns natürlich, dass sich Neuburgs Oberbürgermeister Dr. Gmehling persönlich um unser Anliegen gekümmert hat.

Nachtrag 11.05.2020 • Nähere Informationen und Ausführungen über die aktuell für Bayern gültigen Bestimmungen zum Sport im Verein und in der Öffentlichkeit findet der Interessent hier. Unter der Überschrift Sport und Ehrenamt. Die Vorschriften gelten vorerst nur für den Zeitraum vom 11. bis 18. Mai 2020. Weitere Infos erhält der Bayernbouler auch beim BLSV unter Wiederaufnahme des Sports.

Nachtrag 09/11..05.2020 • Neue Verordnungen und Beschlüsse im Minutentakt • Galt am Samstag noch die Beschränkung auf Individualsportarten, vermeldet BR24 Sonntagnachmittag, dass Bayerns StMI ab Montag, 11. Mai 2020 nun auch den Mannschaftssportlern das Training unter freiem Himmel und in 5er-Kleingruppen erlaubt. Damit würde sich die Diskussion (s.u.), ob Petanque/Boule Individual- oder Mannschaftssport ist, erübrigen. Da aber den Gemeinden das letzte Wort bei der Öffnung der Spiel- und Trainingsflächen zusteht, bleibt eine Stellungnahme der örtlichen Behörden abzuwarten.

Unseren Beitrag "Weissblauer Lichtblick" vom 8. Mai mit der Meldung, dass Boulen in kleinen Fünfer-Gruppen wieder im öffentlichen Raum ab 11. Mai 2020 in Bayern möglich sei, haben wir wieder aktiviert, weil die Frage, ob die Behörden unser Freizeitboule im öffentlichen Raum als Individual- oder Mannschaftssport beurteilen, durch die Genehmigungslage gegenstandslos wurde. (geänd. 14.05.)

Der PCN wird sich in der kommenden Woche bei den zuständigen Ämtern um eine verbindliche Auskunft bemühen. Wer mag, kann vorab in den einschlägigen Bestimmungen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit schmökern. Das Newsletter des Bayerischen Innenministeriums vom 5. Mai, das Sport in 5er-Kleingruppen für die Zeit ab 11. Mai ankündigt, lässt die vollständigen Bestimmungen ausser Betracht.

PS: Boulen in der Formation 2:2 oder 3:3 ist mit klassischen Mannschaftssportarten wie Fussball , Handball, Eishockey nicht zu vergleichen, weil Bouler*innen immer alleine im Wurfkreis stehen. Körperliche Auseinandersetzung mit dem Gegner oder körperliche Interaktion mit unserem Partner findet nicht statt. Die derzeitig gültigen bayerischen Hygiene- und Abstandsregeln können während eines Boulespiels jederzeit problemlos eingehalten werden, bei der gängigen Abstandsvorgabe (min. 1,5 Meter) werden sie in bestimmten Situationen sogar übererfüllt.

PS2: Der PCN hat sich zusätzlich in einer Mail an den Vorstand des BPV gewandt und gebeten, zur Klärung des Sachverhaltes bei den zuständigen Behörden tätig zu werden. Nachtrag: Der Vorstand des BPV hat in einer Antwortmail jegliche Hilfestellung oder Unterstützung mit Hinweis auf die Vereinsautonomie strikt abgelehnt.


 

Durch die Entlassung und Kündigung der Trainer des DPV-Seniorenbereichs rückten auch die neuen Förderrichtlinien und die Finanzmittelvergaben für deutsche Spitzensportverbände vermehrt ins Gespräch.

Nach PotAS* für die Olympischen Sportarten hat die Mitgliederversammlung des DOSB im Dezember 2019 eine neue Fördersystematik für die NOS (Nichtolympische Sportarten) beschlossen. Überspitzt ausgedrückt gibt es neben einer generellen Basisförderung in Zukunft für einem 4-Jahres-Zeitraum Fördergelder aus Steuermitteln nur noch gegen Erfolge oder fundiert begründete Erfolgsaussichten bei World Games.

Zusätzlich müssen die Verbände aber von vornherein bestimmte Voraussetzungen in ihrer Struktur und Arbeit sowie beim Personal erfüllen. U.a. gelten für Verbands-Übungsleiter hohe Ausbildungsstandards, die zu erfüllen wohl nicht mit allen Trainern im Dienst des Deutschen Petanqueverbandes gelungen wäre.

Verständlich, dass man sich bei der Vorstellung des neuen Trainers für den Seniorinnenbereich Backens beim DPV beeilte, auf dessen gehobene Übungsleiterqualifikation hinzuweisen. Im BMI und beim DOSB wird man es wohlwollend bemerken. Die Kündigungen und Rücktritte der letzten Tage darf man getrost auch unter diesem Aspekt betrachten.

Neue_Förderung_nichtolympischer_Spitzensport_2020FF-1.pdf

*PotAS wird seit 2014/2015 diskutiert und ist seit 2018 in Anwendung. Die schärfere Fördersystematik auch für NOS mit u.a. höheren Anforderungen in der Personalpolitik, kam deswegen nicht überraschend, sondern war lange vorhersehbar.

Dass die ganze Thematik generell nicht neu ist, vermittelt dieser Bericht.


 

Am 5. Mai hatte der DPV noch schönfärberisch vermeldet, dass eine „Kurskorrektur im Seniorenkader abgeschlossen“ sei, um nicht gar zu deutlich den Rausschmiß der Bundestrainer Philipp Zuschlag und Martin Peter vermelden zu müssen.

Dass es in Wirklichkeit auch nicht ansatzweise um eine Kurskorrektur ging, durfte der Boulefreund einer Stellungnahme des DPV-Vizepräsidenten Sport Martin Schmidt zwei Tage später am 7. Mai 2020 entnehmen in der er den entlassenen Bundestrainern Separatismus und Rebellion unterstellte.

Die „Kurskorrektur“ war damit aber immer noch nicht abgeschlossen, deutlich machte das ein Bericht auf petanque-aktuell.de vom 12. Mai, der vermeldet, dass die noch verbliebenen Übungsleiter für den Bereich Senioren, Frank Lückert, Fritz Gerdsmeier und Andi Kreile aus Solidarität zu den Entlassenen den Bettel hinschmissen und dem DPV ihre Mitarbeit aufkündigten.

Am 15. Mai vermeldet petanque—aktuell.de dann noch den Rückzug der Nationalspieler Moritz Rosik, Marco Lonken, Christoph Fisch, Sascha Löh und Manuel Strokosch aus dem DPV-Seniorenkader.

Heute am 16. Mai erreicht den PCN nun eine Mail von Philipp Zuschlag mit einem offenen Brief der „5 Coaches“, der letzte Zweifel an einem tiefgreifenden Zerwürfnis innerhalb des DPV-Seniorensports ausräumt.

Auf dreieinhalb DIN-A4-Seiten erklären Philipp Zuschlag, Martin Peter, Andreas Kreile, Frank Lückert und Fritz Gerdsmeier ihren Standpunkt und ihre Vorstellung einer professionellen Arbeit im deutschen Petanquesport. Auch personelle Konsequenzen im Verband fordern die Exübungsleiter.

Personal- und Kaderstreit haben scheinbar ebenso Tradition im DPV wie verschwurbelte Erklärungen. 2015 beispielsweise begründete Sportvize Schorr die Entlassung von Didier Choupay und J.-M. Bourdoux mit "Neuordnung und Umgestaltung der Arbeit mit dem DPV-Kader". 2005 schmiss Bundestrainer Daniel Leguet verärgert hin, weil sich der damalige DPV-Vize Sport Roderig, einem Bericht zufolge, anscheinend auch zum Traineramt berufen fühlte und den Übungsleiter stringent nervte.

Beim weiten Spagath zwischen Ehrenamt und Professionalität im Boulesport scheint es bei manchem Funktionärsbeinkleid durchaus zu Spannungsrissen zu kommen.

Die sonst so wortgewaltige DPV-Kommunikationsabteilung hat sich zu den Vorgängen der letzten Tage noch nicht ausgelassen.

Nachtrag: Der DPV veröffentlicht am 18. Mai eine Stellungnahme in der Streitpunkte wie sportkonzeptionelle Inhalte ausgeklammert sind.

Quellen: P. Zuschlag, petanque-aktuell.de, DPV


 

Ohne viel Aufhebens ist der Dachverband der Kugelsportler innerhalb des Deutschen Olympischen Sport Bund mit einer provisorischen eigenen Internetseite an die Öffentlichkeit gegangen.

Bislang hospitiert(e) der Verband mit dem Zungenbrechernamensungetüm DBBPV (Deutscher Boccia-, Boule- und Pétanque Verband e.V.) bei seinem Zweigverband DPV.

Neben den Petanquespielern vertritt der DBBPV aktuell nur noch die vorwiegend regional, im bayerischen Schwaben aktiven Bocciaspieler, organisiert im Boccia Bund Deutschland.

Darüberhinaus reklamiert der DBBPV unter dem Vorsitz von Joachim Kamrad (Feudenheim) aber auch die Oberhoheit über weitere Kugelwurfdisziplinen und nennt Boule Lyonnaise, Jeu Provencale, Bowls, Klootschießen, Boßeln, Road Bowling und verwandte Sportarten im DOSB.

Substantielle oder aktuelle Informationen kann die DBBPV-Platzhalter-Homepage allerdings noch nicht anbieten.


 

In Bayern gilt nur noch für dieses Wochenende die Kontaktbeschränkung in der Öffentlichkeit auf eine haushaltsfremde Person und das Verbot der Gruppenbildung.

Zu Beginn der nächsten Woche kann aber das Bouleleben in Bayern wieder etwas zu leuchten beginnen.

Wir zitieren aus dem Newsletter des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration vom 5. Mai:

……….. ab dem 11. Mai 2020 gibt es gerade im Freizeit- und Breitensportbereich wieder deutlich mehr Möglichkeiten, sich zu betätigen. Hierbei sind allerdings zahlreiche Maßgaben zu beachten, von denen die wichtigsten sind:

Die sportliche Betätigung wird an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen ausgeübt und erfolgt kontaktfrei. Physische Kontakte sind auf das absolut notwendige Minimum zu begrenzen und der Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Der Sport darf nur allein oder allenfalls in Kleingruppen von bis zu fünf Personen ausgeübt werden und Zuschauer sind nicht zugelassen.

Das bedeutet für uns Neuburger Bouler ohne eigene Vereinssportanlage: Ein „weit“ aufgestelltes Doublette oder ein 2:3 unter Berücksichtigung aller gültigen Hygiene- und Abstandregeln ist im öffentlichen Raum wieder möglich.


 

Wie der DPV heute 7. Mai vermeldet, sind alle von Bundes- und Landesverbänden organisierten sportlichen Veranstaltungen für das Jahr 2020 komplett abgesagt.

Auf Vorschlag des DPV-Vorstandes haben sich Dach- und Landesverbände auf einer Videokonferenz am 6. Mai zu diesem drastischen Schritt entschlossen.

Eine notwendige und vernünftige Entscheidung der Verantwortlichen in den Vorständen, die damit dem Termingeschiebe der jüngeren Vergangenheit ein Ende bereiten.

Mit Sicherheit wird dieses Jahr noch Boule gespielt werden können, in anderem Umfang und in anderer Form als geplant. Angepasst an eine auch von 16 Länderministerpräsidenten nicht vorhersehbare Gesundheitslage.


 

Stempel small hellblau

 

  • SA 17.10.2020, Dachau • Guter 7. Platz für unser PCN-Vater-Sohn-Doppel Dieter und David beim „Allerkleinsten Pokal von Dachau 2020“. Nach 4 Runden System Swiss und 2 KO-Runden der besten Vier gewinnen Peter Widmann/Heinz N.N. (Helios Augsburg-Kissing) gegen Christian Ott/Raju Rohde (MKWU/BouPa). Platz Drei für Annette N.N./Bernd N.N. (Helios Augsburg-Kissing). 18 Teams gönnten sich das coronagerechte Vergnügen. Quelle Sigi Khuon.

     
  • Regio-Cup 2020

    Runde 1
    MI 15.07. Ingolstadt vs Lenting 3:2 (57:43)
    SO 05.07. Eichstätt vs Neuburg 3:2 (50:53)
    Runde 2
    SO 09.08. Lenting vs Eichstätt 5:0 (65:32)
    SO 09.08. Neuburg vs Ingolstadt 1:4 (41:56)
    Runde 3
    SO 13.09. Lenting vs Neuburg 3:2 (53:49)
    SO 13.09. Eichstätt vs Ingolstadt 1:4 (51:62)
    Tabelle
    1
      PC Ingolstadt
    3:0
    11:4
    175:135
    2
      BF Lenting
    2:1
    10:5
    161:138
    3
      BK Eichstätt
    1:2
    4:11
    133:180
    4
      PC Neuburg
    0:3
    5:10
    143:159
     
    Finale
    ND SO 27.09. Ingolstadt vs Lenting 4:1 (63:36)
    Kleines Finale
    ND SO 18.10. Neuburg vs Eichstätt 5:0 (65:27)
    Der Sonderpreis Breitensport geht an die BK Eichstätt, die in allen Runden mit Abstand die meisten Spieler*Innen eingesetzt hat.
     
     
  • Inzidenz-Alarm im Landkreis ND-SOB • Wie die NR in ihrer heutigen Ausgabe, DO, 15.10., mitteilte, wurde mit 52 Coronainfektionen die Alarmgrenze im Landkreis ND-SOB überschritten. Auf Nachfrage teilte uns das LRA mit, dass derzeit für Veranstaltungen eine Obergrenze von 50 Personen gilt. Weil aber die Fallzahlen weiter steigen muss unter Umständen mit weiteren Einschränkungen gerechnet werden. Siehe Allgemeinverfügung des LRA. 

     
  • CdFdC • Nach der Massenveranstaltung „Mondial La Marseillaise“ im französischen Risikogebiet Provence-Alpes-Côte d’Azur steht der Corona-Hotspot Marseille mit der Austragung der Endrunde des Coupe de France des Clubs an diesem Wochenende erneut im Rampenlicht. Acht Clubteams haben es von den ursprünglich über 3.000 angetretenen Mannschaften in die Finalrunde geschafft. „Retortenclub“ FIP Frejus mit den Überfliegern Lacroix, Rocher Saunier, Robineau, Montoro, Renaud etc. ist absoluter Favorit vor Bron und Metz. Titelverteidiger Lyon Canuts hat es schon vorzeitig im Derby gegen Bron zerbröselt. Boulistenaute überträgt live. Quelle FFPJP

     
  • Niemand will es • Der französische Veranstalter Quarterback hat nach der Turnierserie Masters de Petanque und dem Nationenturnier Trophée d’Équipe nun auch die diesjährige Ausgabe der Trophée des Villes für Städtemannschaften wegen der aktuellen Entwicklung der Coronapandemie abgesagt. Geplant war das Turnier für 32 Teams in Grand Synthe/Dünkirchen am nördlichsten Zipfel Frankreichs in der Region Hauts-de-France. Quelle: Quarterback.

     
  • Corona schläft nicht • Hier ein Blick in die mittlerweile 7. Infektionsschutz-Maßnahmenverordnung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 1.10, gültig bis 18.10. sowie in die aktualisierten Handlungsempfehlungen des BLSV

     
  • BHZ-Cup • Der TV Fürth 1860 1 versvollständigt die Runde der Finalteilnehmer beim diesjährigen Pokalwettbewerb des BPV. Die Sechziger setzten sich in Burgthann mit drei Siegen in der Gruppe Mitte gegen die Noris Cochonets, den BC Würzburg und die sieglose Ratisbonne durch und treffen nun am 25. Oktober in Burgthann auf Mechenhard 1, MKWU 1 und FT Hof. Quelle BPV

     
  • Sport mit Corona • In seinen ausführlichen Handlungsempfehlungen für Sportvereine erläutert der BLSV die derzeitigen Möglichkeiten im Sport in Bezug auf die aktuelle Corona-Vorschriftenlage. Stand 28.09.2020

     
  • Viertelfinale BHZ-Cup • Die FT Hof landet auf dem Gelände des TV Fürth 1860 einen überlegenen Sieg in der Endrunde der Gruppe Nord gegen zwei Burgthanner Teams und die BG Lauf. Die Südgruppe gastierte in Landsberg, Dauerfavorit MKWU1 setzt sich ungeschlagen gegen den BC Lindenberg, MKWU2 und den Augsburger BC durch. Der 1. BC Mechenhard hat sich bereits Anfang September in Marktheidenfeld die Finalteilnahme durch Siege gegen die Schweinfurter KL sowie zwei Teams der BF Niedernberg gesichert. Die Ergebnisse der Gruppe Mitte stehen noch aus. Quelle BPV

     
  • Die PCoop Sauerlach gewinnt die Vorrunde des Südbayern-Cup vor der SG elf München. Beide Teams streiten nun in einem Endspiel um den Titel. Helios Augsburg und Öllerschlössl/Bad Aibling matchen sich im Kleinen Finale um Bronze. Quelle petanque-suedbayern.de

     
  • Großer Furthschritt • Der PC Furth im Wald gewinnt in Wetzelsberg das Finalturnier des Ostbayern-Cup vor dem SV Wetzelsberg und zwei Teams von Ratisbonne Regensburg. 10 Teams aus 5 Vereinen hatten eine Vorrunde in zwei Gruppen bestritten. Quelle https://www.petanque-suedbayern.de/

     
  • Jetzt noch breiter • Bereits im 37. Jahr seines Bestehens installiert der DPV, Spitzenverband des hierzulande fast ausschließlich als Breitensport betriebenen Boulespiels, einen Breitensportausschuss. Das fünfköpfige Gremium traf sich erstmals anlässlich der „Fête de la Pétanque“ vergangene Woche in Fürth. Verantwortliche Breitensportbeauftragte oder gar DPV-Vizepräsis Breitensport sucht der Boulefreund im ansonsten breitgefächerten DPV-Funktionsträgerkatalog allerdings weiterhin vergebens. (Quelle DPV)

     
  • Teildeutschlandcup • Drei von 10 Landesverbänden zeigten dem DPV die kalte Schulter und verweigerten an den vergangenen zwei Wochenenden und der Woche dazwischen die Teilnahme an einer eher diskussionswürdigen Veranstaltungsreihe mit sogenannten Deutschlandcups und der Fête de la Pétanque in Fürth. Beim Pokalwettkampf der Veteranen siegte der LV Hessen, der Cup der Senioren und Espoirs sah das Saarland vorn. Der BPV bejubelte die Veranstaltung als „Bundesdeutschen Erfolg auf einzigartiger Linie“, die beiden weissblauen Equipen erreichten jeweils Platz 3. Quellen DPV/BPV

     
  • Knete für die Fête • Die Förderung von Spitzensportmaßnahmen der Bundessportfachverbände nimmt in der Sportförderung des Bundesministeriums des Innern eine zentrale Stellung ein. Finanzielle Unterstützung erhält unser Spitzenverband DPV beispielsweise für Trainings- und Lehrgangsmaßnahmen oder Sichtungsveranstaltungen. Klick 

     
  • Bayerns Vorzeigespielerin Luzia Beil, ehedem MKWU München ist zu den „Preissn“ gewechselt und spielt neuerdings für boule devant berlin. Erster Erfolg in der Hauptstadt ist eine Finalteilnahme bei der Berliner Landesmeisterschaft im Triplette zusammen mit Lars Schirmer und Sebastian Junique. Beim sogenannten Deutschland Cup in Fürth läuft Luzi für den Berliner LV (LPVB) auf. Quelle LPVB

     
  • Bayernhoidzamm Cup mit Modusänderung im Viertelfinale. 4 regionale Vierergruppen spielen das Viertelfinale „Jeder gegen Jeden“ an jeweils einem Ort aus. Dabei treten jeweils 1 Triplette, 1 Doublette und 1 Simple pro Mannschaft an. Die Gruppensieger bestreiten ein Finalturnier.

     
  • Neustrukturierung der BPV-Landessportkader. In Zukunft gibt es im bairischen LV nur noch einen einheitlichen Leistungskader Senioren und einen Leistungskader 55+. Die Kategorien „Erweiterter Kader“ und „Spieler im Blick“ werden abgeschafft. Quelle BPV

     
  • Kein Gebirgsturnier • Die Petanqueabteilung des SV Kochel hat die für 12. und 13. September geplanten Gebirgsturniere in Kochel wegen nicht umsetzbarer Hygieneauflagen abgesagt.

     
  • Hoffähig • Die Petanqueabteilung der FT Hof plant für den 29. August auf dem Vereinsgelände ein Petanque-Turnier für Triplettes, limitiert auf 20 Formationen. Gespielt werden sollen 3 Runden System Swiss, danach geht es KO weiter in A und B. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!