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Casa empatica IMG 0315Sternbild des Orion spiegelbildlich. Boulekugeln als Kunstobjekt im Pavillon Uruquays auf der Biennale in Venedig. Foto PCN.

 

Der von Yamandú Canosa gestaltete Pavillon Uruquays auf der 58. Biennale in Venedig ist als „inclusive and empathic total landscape“ angelegt und steht unter dem Motto La casa empática.

Die vier, nach den Himmelsrichtungen ausgerichteten Wände des Hauptraumes beschreiben mit ihren installierten Bildern, Wandmalereien und Objekten eine Gesamtlandschaft, die Begriffe wie Territorium, Grenzen, Vermischung, Zugehörigkeit, Instabilität und Unterschiedlichkeit thematisieren. Den Himmel dieser Welt, bildet ein Deckengemälde mit der Darstellung des Sternzeichens Orion, das sein Spiegelbild am Boden wiederfindet, geformt mit nagelneuen Boulekugeln.

Daß der Künstler unseren Sport damit als den Himmel auf Erden beschreibt, ist wohl eine gewagte Interpretation, macht aber den Pavillon des kleinen südamerikanischen Landes für Bouler auch zu La casa simpática.


 

Circle coverAbb. Bucheinband, Verlag Kiepenheuer & Witsch.

 

Nein es geht nicht um unseren häufig verschmähten starren Abwurfkreis.

Der us-amerikanische Autor Dave Eggers beschreibt in seinem Roman Der Circle vielmehr das Leben in der schönen neuen Welt des transparenten Internets. Eggers erzählt in seiner Geschichte um die jobsuchende Mae Holland die, auch von zahlreichen Boulern gerne und ausgiebig genutzte, Facebook-Twitter-Instagramm-whatsapp-Welt zu Ende. Erschreckend! Huxleys „Schöne neue Welt“ reloaded, meint die Frankfurter Allgemeine und Schriftstellerin Juli Zeh fordert: Jeder muss das Buch lesen.

Der Circle, Roman von Dave Eggers, übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Taschenbuchausgabe, ISBN 978-3-462-04854-4, Preis 10,99 €.

Achtung „Socialmedia“-User, das Buch kommt ohne hashtags und Bilder aus, beschreibt auf fast 560 Seiten auch komplexe Sachverhalte und ist in zusammenhängenden Kapiteln und logischen Sätzen verfasst.


 

Saufen für petanqueJannik Schaake beschreibt in einem lesenswerten Bericht auf PA seine Erfahrung als Schluckspecht bei den Deutschen Meisterschaften im Einzel und Tir de precision. Unterhaltsam und beängstigend, denn Gleiches praktizieren wahrscheinlich hierzulande und anderswo zigtausend boulende Trinker jede Woche bei offiziellen Wettbewerben landauf landab. Hängen es nur nicht an die große Glocke.

Bis Anfang 2018 stand Trinkalkohol auf der WADA- und NADA-Liste der verbotenen Substanzen im Sport. 0,0 Promille war die Obergrenze im Wettkampf. Getrunken wurde trotzdem, weil unsere Verbände auch vormals schon beim Regelwerk und den Kontrollen versagten, bzw die Verantwortung weiterreichten.

Alkohol wurde, wie jeder Trinker weiß, von der Liste gestrichen, allerdings mit der Maßgabe, daß die Verbände eine Akoholkonsum-Regelung im Sinne des Sports finden müssen. Der europäische Verband C.E.P. hat reagiert und schreibt beispielsweise das Verbot von Alkohol während der Spiele um den EuroCup in der bespielten Halle vor und eine Höchstpromillegrenze bei den Teilnehmern/innen. Auch eine Kontrollregelung existiert. Wie bei uns im Straßenverkehr bedeuten 0,5 Promille die Europapetanque-Obergrenze. Wer mehr hat, bekommt die rote Karte. Der DPV und seine Mitgliedsverbände sind dieser Verpflichtung zum eindeutigen und umfassenden Reglement bislang nicht nachgekommen. Die Wischiwaschi-Regel 4 in der DPV-Richlinie zur Durchführung von Deutschen Meisterschaften vom 7. Mai 2018 gibt dem DPV und seinen Schiedsrichtern jedenfalls jegliche Handhabe um nichts zu tun. Ein bedüdelter Jannik Schaake hat es vorgeführt.

So sehr Alkohol auf offiziellen Petanquesportfesten in aller Munde ist, in den einschlägigen Vorschriften unserer Dachverbände ist er ziemlich verpönt. Umgekehrt sollte es sein. Will man es sich nicht mit der trinkenden Mehrheit verscherzen? Alle Verantwortlichen wissen, daß Alkohol glasklares Doping in unserem Sport ist, deshalb muß dringend etwas getan werden. Zumindest auf unseren offiziellen Veranstaltungen, wo es um Punkte, Tabellen, Ehre, Meisteritel und den einen oder anderen materiellen Vorteil geht, muß Petanque alkoholfrei und im Übrigen auch absolut regeltreu werden, dann können wir und der DPV anfangen, wirklich von Sport zu sprechen. In anderen Sportarten funktioniert es auch. Vielleicht beginnen dann verantwortungsbewusste Eltern ihre Kinder auch mal zum Petanque zu schicken.

Unser alter deutscher Sinnspruch, Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps, sollte endlich Niederschlag in unseren Sportregularien finden und von mutigen Schiedsrichtern und Veranstaltern umgesetzt werden. Allez DPV und Allez Vereine.

Daß legere Boulespiel im kleinen Kreis zur Unterhaltung mit dem einen oder anderen Schlückchen darf und muß trotzdem weiter möglich sein, das ist nicht Sport, das ist Kultur. Zum Wohl.

Unsere Leser mögen uns verzeihen, daß wir eine bereits 2017 veröffentliche Zeichnung ein zweites Mal "aufwärmen", aber sie passt recht gut.


 

Ein traditionsreiches sogenanntes Spaßturnier in der Region, mit Barfußspielern, Schlappen, Bier und Zigaretten, dafür lizenzfrei, aber doch mit reichlich lizenzierter Prominenz,  und „richtigem“ Schiedsrichter. Grad schee is...

KO-Runde-B-Turnier, Spielstand 12:9, Die 13 liegt für A. Die Spieler von A und B bewegen sich nach vorn um das Kugelbild zu begutachten und die 13 zu bestätigen. Noch bevor Einvernehmen erzielt werden kann, ballert ein Spieler von der Nachbarbahn querab eine weitere Kugel ins Kugelbild. Schweinchen und Kugeln fliegen durcheinander. Die Mannschaften sind konsterniert, statt Spiel aus, Spiel durcheinander.

Auf Vorhaltungen gibt der "Boulefreund" in reiferem Alter von der Nebenbahn zu, mit voller Absicht, aber nur aus Spaß geworfen zu haben. Er konnte einfach nicht anders, so der Spaßvogel und was soll die Aufregung, er habe sich doch entschuldigt. Mannschaft B schaltet schnell und meint, 13 wäre ja sowieso nicht gelegen und dringt auf Neuaufnahme. Team A macht gute Mine zum bösen Spiel, will nicht Spaßverderber sein, schluckt die Kröte, bringt aber nun nichts mehr auf die Reihe und verliert noch mit 12:13. Nun hat auch Team B seinen Spaß, zieht feixend von dannen und steigt auf in die nächste Runde.

Da behaupe noch einer, Boule wäre ein langweiliger Sport.


 

boulometreLe Boulomètre, votre arbitre de poche. Das Boulometer, dein Taschenschiedsrichter heißt eine App für IOS und Android, die Maßband und Tirette ersetzen will.

Der User nimmt eine Foto von der Kugelsituation auf, das Programm betägtigt den Auslöser automatisch dann, wenn sich Handy oder Tablet in der Waage befinden. Auf dem entstandenen Photo darf der User nun Schweindl und zu messende Kugeln mit Ringen markieren, bestätigen, fertig, das Programm zeigt die Reihenfolge der Kugeln durch Zahlen an, die Eins blinkt. Wir haben es mit bis zu 4 zu messenden Kugeln ausprobiert. Funktioniert gut

Die Schwachstelle ist die Einstellprozedur für den Messvorgang. Es ist ziemlich friemelig auf dem Smartphone die Markierungskreise exakt um Schweindl und Kugeln zu platzieren. Auf dem Tablet mit seinem größeren Bildschirm ist die Handhabung etwas einfacher, das hundertprozentige Zentrieren der Markierungskreise klappt häufig aber nicht. Meist schnappt der Kreis haarscharf daneben ein, dann ist auch das Messergebnis haarscharf daneben.

Bei zwei, drei Millimetern Abstandsdifferenz zwischen den Kugeln zum Schweinchen kommt die App somit ins Schleudern. Bei fünf bis zehn Millimetern Unterschied entscheidet das Programm noch richtig, auch wenn der User nicht supergenau markiert und eingestellt hat.

Ein rüstiger Rentner erledigt in der Zeit, die man fürs Appmessen benötigt, das Prozedere auch analog. Vor allem wenn es ganz genau gehen muß sind Maßband/Gliedermaß und die Tirette nicht zu ersetzen. Die althergebrachten Apparate erfüllen das Messen schneller und präziser als die App. Liegen die zu messenden Kugeln zudem weiter als 50 cm vom Stöpsel entfernt wird es schwierig für das Programm ein Gesamtbild zu erfassen.


 

Berlin ist derzeit Schauplatz eines riesigen Fests des Sports. 10 deutsche Meisterschaften in olympischen Sportdisziplinen machen als „The Finals“ die Hauptstadt für ein paar Tage zum nationalen Klein-Olympia, begleitet von einem gigantischen Medienrummel.

Parallel dazu, veranstaltet der Landesportbund Berlin vom 3. bis 4. August die 10. Ausgabe des Familiensportfest im Olympiapark Berlin. Das größte Sport- und Spielfest der Stadt überhaupt erwartet an die 70-80.000 Besucher, hauptsächlich Jugendliche und Kinder. Auf dem riesigen Gelände des Olympiaparks wird in über 100 Mitmach-Aktionen Spiel, Sport, Gesundheit und Kultur zum Kennenlernen und Ausprobieren kostenlos angeboten. Ein toller Tag voller Sport, Spiel und Spaß an der Bewegung für die ganze Familie.

Hier alle Aktionen auf einen Blick. Neben olympischem Sport zeigen sich vor allem nichtolympische Randsportarten, die sonst nicht im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Crossminton, Quidditch, Kendo oder Klettern nutzen das Fest um sich zu präsentieren.

Petanque ist bei diesem Familiensportfest nicht dabei und kann damit eine Riesenchance, von großer Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, nicht nutzen. Das ist schade, leidet doch unser Sport nicht nur an fehlender Aufmerksamkeit und Akzeptanz in Öffentlichkeit und Medien, sondern krankt ganz besonders an einem eklatanten Mangel an Jugendlichkeit.

Eine Anfrage nach den Gründen der Abwesenheit unseres Sports wurde vom LPVB nicht beantwortet.


 

ImageproblemSaufen Rauchen Kind klein


 

Pétanque terrain Bond Court Leeds Mtaylor848 wcPetanquespieler und Zuschauer in Bronze samt verwaister Boulebahn in der gepflegten Umgebung des Bond Courts in Leeds, England. Foto: Mtaylor848, wikimedia commons.


 

klein 20190628 Nocturne Petanque Fuerth

Einbeiniger Abwurf auf der Gurkendose. Die Sau liegt irgendwo im benachbarten Spielfeld. Foto: PCN.

Dosenboule, Blindwurf, Boule im Sitzen ...

Fürther Pétanque-Artisten erproben beim jährlichen Nocturne neue Spielvarianten. Das Reglement für das nächtliche Bouletreiben ist vom Exekutivkomitee der F.I.P.J.P. noch nicht abgesegnet - darf aber gerne diskutiert werden.


 

IMG 0084Von der Arbeit gezeichnet, Weinbergschnecke gräbt sich eine Höhle zur Eiablage. Foto PCN.

 

Helix pomatia, landläufig Weinbergschnecke, mag gerne Kalk und braucht ihn für den Aufbau des Gehäuses und des Gehäusedeckel dringend.

Dieses kräftige Exemplar will seinem Nachwuchs offenbar beste Voraussetzungen bei der frühzeitigen Versorgung schaffen und gräbt eine Legehöhle in den vom Regen etwas aufgeweichten Boulebahnbelag aus Kalksplit. Erstaunliche Leistung des Weichtiers. Weinbergschnecken sind ganzjährig streng geschützt.


 

640px Puerto de Alcudia BalearesPuerto de Alcudia, Strand, Meer Bucht und Palme. Foto wikimedia commons

 

Das exildeutsche Paar Wolfgang und Uschi Trapp lädt zu einem 1. Bouleturnier auf Mallorca vom 27.-29.September 2019 ein.

Beide leben seit 20 Jahren auf Malle und sind nach eigenen Angaben bereits alte Veranstalterhasen. Ihr Ultimate Frisbee Turnier am Strand von Puerto de Alcudia lockt seit über 20 Jahren jeweils weit über 200 Teilnehmer an.

Das geplante neue dreitägige Event Boule-Mallorca am o.g. Strand, soll einem geneigten Boulevolk ein Maximum an Sport und Freizeitspaß bieten. Der genaue Turnierverlauf richtet sich nach der Zahl der gemeldeten TeilnehmerInnen. Lizenzen sind nicht nötig. Für das "deutschsprachige" Turnier haben die Veranstalter eine eigene Website eingerichtet, die alle notwendigen Informationen bereithält.

Daß auf den Balearen neben Boule auch ernsthaft Petanca gespielt wird, veranschaulicht dieser Bericht der deutschsprachigen Mallorca Zeitung.


 

Die meisten Leser haben unser Aprilscherzchen natürlich sofort erkannt. War ja aber auch sowas von überzogen, unsere Meldung von Petanque als neuer paralympischer Sportart.

Auch wenn die Teilnahme Behinderten vorbehalten ist, so gelten die Paralympics natürlich immer noch als veritable Sportveranstaltung. Selbstverständlich legen die Verantwortlichen der Paralympischen Spiele die Messlatte für Athletik und Dynamik naturgemäß nicht so hoch, einen gewissen sportlichen Mindeststandard müssen die Bewerbersportarten aber allemal einhalten, da wird sich in Zukunft so schnell nichts ändern.


 

IMG 0090 Kopie kleinFataler Volltreffer, eine sauber halbierte As de Carreau von Integrale

Ist es ein Systemfehler oder nur Pech? Bereits der zweite Satz einer Integrale As de Carreau, von zweien im Verein, war den Anforderungen des Boulebetriebs nicht gewachsen und wurde während des Spiels „gesprengt“.

IMG 0102 Kopie kleinWie schon beim ersten Satz vor zwei Jahren, brach nun auch bei der zweiten Garnitur eine Kugel beim Carreau mittenzwei. Die Schwachstellen der teuren Bronzebälle scheinen die beiden Bohrungen mit ihren Verschlußschauben an den Kugelpolen zu sein. Jedenfalls laufen die Bruchlinien stets über diese beiden Stellen. Möglicherweise erzeugt ein Schlag direkt auf eine Verschlußschraube einen feinen Riß, läßt die Kugel am Gewinde korrodieren und verändert dabei auch fast unmerklich den Klang der Kugel. Ein paar weitere harte Treffer besorgen den Rest und der Metallball klappt einfach auseinander.

Bild links: Eine der beiden Pol-Verschlußschrauben der gegossenen Bronzekugel, gut erkennbar, der Grünspan am Gewinde und an der rauhen Fläche im Inneren.

Bild unten: Die Jahre auf dem Bouleplatz haben tiefe Spuren in der weichen Oberfläche der As de Carreau hinterlassen und gleichzeitig für immer bessere Griffigkeit gesorgt. 

IMG 0101 Kopie kleinFür Nickelallergiker sind die handschmeichlerischen Bronzebälle ideal, färben aber, vor allem im Sommer, wenn die Haut schon mal schwitzig wird, ziemlich ab und schwärzen Hände und helle Klamotten.

Die Nachfolge der ersten Garnitur der „Sprunghaften" von Integrale trat ein Satz der superweichen Ton’R 110 an. Der ist aber, wen wundert es, schnell einem langfingerigen Liebhaber in die Hände gefallen. Ein Satz weicher, handfreundlicher Mars Karbonkugeln von Boulenciel tut seitdem seinen Dienst. Die nun jüngst entzweiten "Asse" ersetzt eine weiterere Garnitur weicher Spielkugeln vom italienischen Hersteller. Damit ist die Bronzezeit im Verein vorerst beendet.


 

ob d16908 080Der Jubilar (rechts) mit dem Clubpräsidenten. Foto: www.comminges-actu.com

Jean Trey vom Club Boule Sportive Montréjeau ist seit 1946 und somit, man höre und staune, 73 Jahre Petanquespieler mit einer Lizenz des Französischen Verbandes.

Gegründet wurde die gallische Föderation für Petanque und Jeu provençal F.F.P.J.P. ein Jahr früher im Jahr 1945 von Ernest Pitiot.

Monsieur Trey trainiert nach eigenen Angaben viermal (!) die Woche und ist in bester Verfassung. Der sportliche Lizenzinhaber wurde vergangene Woche 90 Jahre alt und feierte seinen runden Geburtstag im örtlichen Boulodrome. Montréjeau ist eine 3.000 Einwohner-Gemeinde im Departement Haute-Garonne am Fuß der Pyrenäen.

Bericht auf LaDepeche.fr


 

Breakboule kleinNach dem Schock durch die Nichtberücksichtigung der in der CMSB organisierten Bouler bei Olympia 2024 in Paris, zugunsten der Modesportart Breakdance, sind an der Basis der Kugelsportszene bereits Bestrebungen zu erkennen, unseren Sport für die Jugend attraktiver zu gestalten. Vielleicht gelingt es ja das "olympische Ruder" doch noch herumzureißen.


 

Auch wenn der DPV seinen neuen Länderpokal 55+/65+ schönredet, in Wirklichkeit grenzt er seine Alten aus. Die "Veterans" sind sportlich uneingeschränkt wettbewerbsfähig, wie alle anderen Altersgruppen auch, im klassischen Länderpokal. Ü55-Teams anstatt der Senioren 2 hätten das Leistungsniveau der Länderteams bestimmt nicht gedrückt und der LP wäre weder aufgebläht noch verwässert worden.

Jetzt ist er aber da, der "Alten-Cup" und die DPV-Werbung rührt kräftig die Trommel. Da ist von 525+ Jahren die Rede, als wäre das ein Leistungsmerkmal. Warum wirbt man nicht gleich mit 6000+, es sind doch 10 Landesverbände und noch ein paar Ersatzleute dabei. Wenn schon denn schon. Und Pokal der Routiniers? Ab 55 ist wohl Schluß mit lustig. Da gibts keine Heißsporne, Kampfsäue, Angsthasen oder Angeber mehr. Da werden keine sensationellen, noch nie dagewesenen Carreaus mehr geschossen und auch kein Riesenbockmist mehr zusammengeschussert. Da sind nur noch Routiniers zugange. Was für ein Bild vom Ü55-Petanque, auf sowas muß man mal kommen.

Rätselhaft auch der grell gefärbte behelmte Gallier-Kelten-Germanenkopf mit dem traurigen Bart. Ein weiterer Hinweis aufs Alter? Krieg der Kugeln? Haut den Lukas? Frankreich und Petanque? Eher ein kreatives „Luftloch“. Da hat "mann" ganz vergessen, daß beim Altencup jede Menge Frauen dabei sind. Die zudem nicht erpicht darauf sind, daß ihnen dieses zweifelhafte Alterssuperlativ 525+ um die Ohren gehauen wird.

Das ganze noch aufs Hemd gedruckt, so richtig kleidsam für die Altchen.


 

Convocatoria selección 770x480Originalplakat zur Einzel- und Doppel-WM in Spanien. Abb. FEP

Der Stier ist schon wieder da. Bei der letztjährigen Europameisterschaft im spanischen El Ejido/Almerimar durfte das grimmig blickende Tier ja bereits Werbung für unseren beschaulichen Sport machen.

Zu den Einzel- und Doppel-Weltmeisterschaften vom 2. bis zum 5. Mai 2019 am gleichen Ort, hat der spanische Ausrichterverband FEP den gehörnten Paarhufer schon wieder freigelassen. Ob nun eine so heißblütige, leicht erregbare und kraftstrotzende Kreatur wie „El Toro“ als Maskottchen für die Konzentrationssportart Petanca die optimale Wahl darstellt, bleibt zu diskutieren.

Wenn schon Stier, dann würden wir Ferdinand vorschlagen, den sanftmütigen Bullen aus Munro Leafs gleichnamigen Kinderbuch von 1936. https://www.youtube.com/watch?v=vOeNCB7j7wg


 

Hotellrevyn"Bouleguiderna" Sarah Vanoverschelde und Raphael Gharany erklären das Spiel. Foto: www.hotellrevyn.se

Die schwedische Website Hotellrevyn (Hotelrevue) bringt unter der Überschrift „Hier ist Teamplay von entscheidender Bedeutung“ einen Artikel über den Gastronomie-Arbeitsplatz Boulebar.

Hotellrevyn-Redakteurin Kajsa Olson besuchte im vergangenen Sommer die Stockholmer Boulebar Rålambshov und traf u.a. auf den DPV-Kaderspieler Raphael Gharany, der dort als sogenannter Bouleguide seine Brötchen verdient. Raphael räumt in dem Beitrag ein, daß es bei seiner Arbeit in der Boulebar nicht um die Feinheiten des Sports geht, sondern daß die Vermittlung der Grundlagen des Spiels und die soziale Komponente des Boulespiels im Vordergrund stehen. "Det viktigaste är inte att bli duktig, utan det sociala."

Die Restaurantkette Boulebar möchte dem schwedischen Publikum mit Pétanque sowie stilechten Speisen und Getränken südfranzösische Lebensart näherbringen.


 

Boulistenaute.com versorgt all Jene, die ihre Heilig-Abend-Rituale bereits hinter sich haben, mit einem Non-Stop-Video-Programm. Aufzeichnungen vom International in Bourg-Saint-Andéol und dem National Olivier in Nyons sollen verhindern, daß Petanquesüchtige über Weihnachten auf "turkey" kommen.


 

csm 181026kugelspielerin1 c261951c37Die Kugelspielerin im Düsseldorfer Blumengarten. Foto: www.duesseldorf.de

 

Walter Schott, 1861 in Ilsenburg/ Harz geboren, war ein deutscher Bildhauer und Vertreter der klassizistischen, naturalistischen und neobarocken Berliner Bildhauerschule. Sein Werk die Kugelspielerin, eine ca. 140 cm hohe Bronzeplastik entstand 1897.

Der Düsseldorfer Stadtverordnete Gustav Herzfeld erwarb die Skulptur und machte sie der Bevölkerung seiner Stadt im Jahr 1902 zum Geschenk. Die anmutige boulespielende junge Frau fand einen Platz im sogenannten Blumengarten, einer kleinen Parkanlage am Südende der Düsseldorfer Königsallee. In der Zeit de Naziherrschaft sollte die Skulptur beseitigt werden, weil der Spender Gustav Herzfeld Jude war. Auf Fürsprache des Direktors der Düsseldorfer Kunstakademie Peter Grund wurde letztendlich nur der Name des Spenders am Sockel des Kunstwerks entfernt. Heute ist der Name Gustav Herzfelds wieder zu lesen und erinnert an den noblen Mäzen.

Ein zweite von Schott geschaffene Version der liebreizenden Skulptur stand lange im Luisenhain der Stadt Köpenik, verschwand allerdings um 1950 spurlos. Ein in Berlin ansässiger Liebhaberverein der verschollenen kunstvollen bronzenen Dame, initiierte eine Abformung der Düsseldorfer Kugelspielerin und einen Neuguß, um sie am Berlin-Köpeniker Standort wieder auferstehen zu lassen. Schotts Kugelspielerin war in der Zeit des Kaiserreiches (Wilhelm II) übrigens ein sehr beliebtes Motiv, das in vielerlei Varianten, Größen und Ausformungen die wilhelminische (Herren)Gesellschaft entzückte.

Über das Schicksal des jüdischen Kunstliebhabers und Mäzen Gustav Herzfeld ist leider nichts weiter bekannt. Er sollte aber nicht verwechselt werden mit dem Berliner Anwalt Gustav Herzfeld, der von den Nazis 1942 in Theresienstadt ermordet wurde.

Walter Schott selbst geriet nach Ende des Kaiserreichs weitgehend in Vergessenheit, immerhin schafften es Abgüsse seiner Kreation "Three dancing maiden" bis nach Antwerpen und in den New Yorker Central Park. Der Künstler starb 1938.


 

Petanque, Boule, Olympia 2024, eine Randsportart drängt ins Rampenlicht. Der Deutsche Petanqueverband ist vorn mit dabei und macht progressive Öffentlichkeitsarbeit vom Feinsten. Im Info-Center seiner Hompage stellt Deutschlands Petanque-Dachverband brandneue Downloads für die Presse bereit. Die DPV Jahresrückblicke von 2008 bis 2011 begeistern. Auch zum Start der Bundesliga kann schon jetzt eine Pressemappe für 2007 heruntergeladen werden. Die Krönung: Aus der Fülle der drei zur Verfügung stehenden Pressefotos ragt das Bild mit dem aktuellen Nationalspieler Sönke Backens heraus. Unter Statistik erfährt der interessierte Journalist bereits heute den DPV-Mitgliederstand von 2014. Der DPV hat die Hand am Puls der Zeit und nutzt den Multiplikator Presse mit voller Wucht für seine Öffentlichkeitsarbeit.


boule wird poularerBevor es im Rahmen der "freien Meinungsäußerung" in den sogenannten sozialen Netzwerken in Vergessenheit gerät, hier ein Hinweis auf Kapitel I, §1, Absatz 5 der Satzung des Deutschen Petanque Verbands. Hier steht: "Der DPV bekennt sich zu einem humanistisch geprägten Menschenbild, er dient der Wahrung und Förderung der ethischen Werte im Sport und fördert das bürgerschaftliche Engagement. Er vertritt den Grundsatz religiöser und weltanschaulicher Toleranz sowie parteipolitische Neutralität. Er tritt rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen sowie jeder Form von Gewalt entschieden entgegen". Das Dokument kann von jedem Verbandsmitglied "downgeloaded" werden.


 

Stempel small hellblau

 

  • Die Petanque Canuts aus Lyon mit Topspieler Tyson Molinas führen das „Classement des Clubs“ in Frankreich an, vor Nachbarclub Bron Terraillon (Marco Foyot) und Arlanc (J.M. Puccinelli). Interessant: „Topmann“ von PC Cazeres auf Rang 13 ist mit Cindy Peyrot eine Frau. Hier geht es zur vollständigen Liste C.U.P. von Marc Hascoet. Die Clubrangliste basiert auf der monatlich aktualisierten Einzelrangsliste, die der ambitionierte "Boulistenaute" in Eigenregie führt.

     
  • Sönke Backens, Matthias Laukart und Tobias Müller starten sowohl beim Tête-à-Tête-Turnier im Rahmen des Supranational in Cannes am 27. März als auch beim 33. Prix de la Ville de Cannes für Triplettes einen Tag später. Namhafte internationale Konkurrenz nimmt teil. Quelle: Cannes Aéro Sports

     
  • Die Stelle des Beauftragten für Breitensport im BPV ist weiterhin vakant. Bisher fand sich trotz aller Bemühungen noch kein Kandidat für den Posten. Bayerns Vereine sind nun gebeten, nach geeigneten Personen zu suchen, „ggfs. auch nur für den Teilbereich Koordination des Pokalwettbewerbs“. (BPV)

     
  • BM/DM-Quali 2020 • BPV-Sportreferent Markus Probst hat nunmehr für alle Bayerischen Meisterschaften und DM-Qualifikationen, die neuerdings an einem Tag stattfinden, einen Ausrichterverein gefunden.

     
  • SA/SO 22./23.02, Annecy / Hochsavoyen / FRA • Turnier International für Juniors, Cadets und Minimes. Zwei deutsche Juniors-Equipen mit Becker/Pfeffinger/Striffler (Poule3) und Lehner//Löffler/Maaß (Poule8) sind am Start. Hier die Live-Ergebnisse.

     
  • Nationalspieler trainiert Jugend • Der neue Jugendbeauftragte im BPV Ulrich Moritz und sein Team organisieren ein erstes Stützpunkttraining Süd/Ost-Bayern für Jugendliche am 14. März in der Boulehalle München, Heidemannstraße. Petanque-Nationalspieler Vincent Probst wird als Stargast das Training leiten. Eingeladen sind Jugendliche aus dem süd- und ostbayerischen Raum. Siehe auch Jugendseite des BPV

     
  • Neu dabei • Der BPV hat sich mit drei neuen Petanquevereinen verstärkt. Neu dabei sind der TSV Schwabniederhofen im Landkreis Weilheim-Schongau mit eigener Homepage, Die Petanque SG Trostberg im Landkreis Traunstein, über deren Gründung ein Weinhändler berichtet und die Petanque SG Passau, die aktuell nur über eine kommerzielle Internetplattform erreichbar ist.

     
  • SA 22.02. Burgthann, 2. Hallenturnier 2020

     
  • Neuer Schiri-Kurs • BPV-Schiedsrichter-Obmann Kurt Lößel setzt für den 28. und 29. März einen neuen Schiedsrichterinnen-Anwärterkurs in Burgthann an. Bairische Vereine mit 20 und mehr Lizenzspielern müssen gemäß BPV-Schiedsrichterordnung mindestens eine(n) Schiedsrichter*in stellen.

     
  • Der Rechtsausschuss des BPV wird wegen einer nicht regelkonformen Wahl kommisarisch besetzt: Vors. J. Held, Beis.: P. Borst, St. Neuhäuser, P. Ulherr. Quelle BPV

     
  • SA/SO 29.02/01.03. Deutscher Länderpokal 55+, Rastatt • Die Equipen der Landesverbände, soweit verfügbar. Quelle LVs

     
  • Planète Boules • Nr. 34 des unabhängigen französischen Boulemagazins von Herausgeber und Chefredakteur Patrick Chalancon liegt nun mit aufgehübschtem Layout vor. Ein Hauptthema der Berichterstattung auf 68 Seiten, sind die zahllosen regionalen / departementalen Mitgliederversammlungen. Auffällig auch in Frankreichs Verbänden: Die Alten werden mehr, die Jungen weniger. Planète Boules erscheint sechsmal im Jahr und kostet 32 €

     
  • Kurz, knackig, griffig Pressearbeit im Verein. Der baden-württembergische Verband gibt Tipps wie spannende, informative Berichte gelingen, die in der Öffentlichkeit Interesse für unserem Sport wecken.

     
  • Witzig • Der DPV löscht all die antiquierten Inhalte unter dem Stichwort Pressemappe im Info-Center der DPV-Homepage und ersetzt sie durch einen Bericht mit dem Titel „Alles ist Kommunikation“. So spart man sich echt viel Arbeit.

     
  • Lebendig • Der Petanque Club Burgthann hat seine Homepage aufgefrischt. Die Burgthanner betreibenn nicht nur ein attraktives Boulodrome samt geräumiger Halle, sondern auch eine stets aktuelle und lebendige Website.

     
  • Keine Gastgeschenke Das Hallenabschlußturnier für Tripletten am 15.02. in Regensburg gewinnen Christian Spinn, Alexander Bauer und Ulli Dehne vom gastgebenden BC Ratisbonne. Das Siegertrio gibt nur eine Begegnung gegen vereinsinterne Gegner ab.

     
  • Im Sechzehntel- und Achtelfinale des Coupe de France des Clubs 2020 haben sich die favorisierten Teams durchgesetzt und bestreiten das Finale am 20 und 21.03. im Palais des Sports in Marseille: La Salvetat St. Gilles (Peraro, Lapeyre), RP Metz (Max, Machnik), Pasteur Pau (Norgeux, Doerr), Club Rocher Le Mans (Balliere, Rocher), Bron Terraillon (Picard, Sarrio), Antibes (Begue, Porzer), Frejus (Saunier, Lacroix), und Bassens (Fragosa, Lahmazo).

     
  • Qualif MdP 2021 • Christian Fazzino, Sebastien Rousseau und Patrick Rangue holen sich den Titel beim 32ème National de Cholet (400 Form.) am SA/SO 15./16.02. durch ein 13:6 gegen Cyril Georget, Nolan Georget und Franck Fayol.

     
  • Der neue Sportreferent im BPV, Markus Probst sucht noch 4 Mitarbeiter: Einen Koordinator für Bayerische Meisterschaften / DM Qalifikationen, sowie je einen Beauftragten für die Bayernliga sowie die Landesligen Nord und Süd. Interessenten wenden sich direkt an den BPV-Präsidenten.

     

petanque club neuburg


 Alles was den Bouler interessiert


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Spiel und Training beim PC Neuburg. Samstag und Dienstag ab 14:00 Uhr auf dem Karlsplatz in der "Oberen Stadt". Gäste, Anfänger, Profis, Kinder, Senioren, Frauen, Männer sind stets willkommen! Sprechen Sie uns an, wir haben immer ein paar Kugeln zur Ausleihe parat und geben gerne einen "Schnellkurs".


Wo wird sonst noch in der Region Boule gespielt?


Ich will Mitglied beim PCN werden!


 

Regeln am Arsch vorbei


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